Strukturen des Lebens

  • Ergänzungs - Dramen



  • In allen Verhaltensmustern, die innerhalb der Kommunikation zwischen Menschen aktiviert werden, geht es letztlich darum, Energie zu gewinnen. Das heißt, es sind jeweils mindestens zwei Menschen beteiligt.
    Derjenige, der das Energiespiel beginnt, hat sein Muster als erster aktiviert. Der andere ergänzt das Muster des ersten, indem er sein eigenes Muster aktiviert. James Redfield nennt die Muster "Dramen". Der erste beginnt das Energiespiel, indem er sein Kontroll-Drama aktiviert, der andere aktiviert daraufhin sein Ergänzungs-Drama und macht damit das Energiespiel erst möglich. Der Kreis wird geschlossen.
    Würde der zweite überhaupt nicht auf das Energiespiel oder Drama des ersten eingehen, würde das Ganze sofort an Wirkung verlieren und das Energiespiel käme nicht zustande. Das ist der eigentlich anzustrebende Zustand, der mit der Auflösung der eigenen Muster erreicht werden kann. Man muß dann nicht mehr zwanghaft auf ein begonnenes Energiespiel einsteigen. Die Energie geht nicht verloren. Man gewinnt, ohne zu kämpfen.
    Logischerweise ist dies nicht angenehm für den ersten, denn der läuft mit seinem Muster ins Leere und erhält nicht die gewünschte Energie. Häufig suchen sich solche Menschen dann einfach andere Personen, die auf ihr "Spiel" eingehen.
    Selbstverständlich könnten sich die Menschen, die immer wieder ihre Muster aktivieren, selbst auch dem Auflösungsprozess stellen und würden damit die ewige Spirale durchbrechen.

    Beispielhaft aus dem Handbuch zu "Celestine" die 4 Haupt-Typen mit ihren verschiedenen möglichen Gegenspielern, die das Ergänzungs-Drama liefern.
    Die Tabelle ist folgendermaßen aufgebaut:

    Der Einschüchterer und der Vernehmungsbeamte werden in die Rubrik "aggressiv" eingeordnet.
    Der Unnahbare und das Arme Ich in die Rubrik "passiv".

    Schauen wir uns den Einschüchterer an:
    Links oben werden verschiedene mögliche Verhaltensweisen aufgelistet, z.B. "Wut". Rechts dann das auslösende Gefühl dazu, "Keiner hat sich je um mich gekümmert". Rechts unten dann die Person mit dem Ergänzungs-Drama. Steht dem Einschüchterer ein Armes Ich gegenüber, wird bei diesem Furcht geweckt (linke Spalte). Das Arme Ich handelt dabei nach dem Grundsatz "Tu mir nicht weh. Ich tu dir ja auch nichts."
    Steht dem Einschüchterer als Ergänzungsdrama jedoch ein anderer Einschüchterer gegenüber, so wird bei dem zweiten wahrscheinlich Ärger entstehen auf der Grundlage des Gefühls: "Du kannst mir nicht weh tun. Ich wehre mich." - usw.







     






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